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Faktischer Stopp für bezahlbare Neubauwohnungen: Förderung für Effizienzgebäude 55 wird eingestellt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat angekündigt, dass zum 1. Februar 2022 die Neubauförderung für das Effizienzhaus 55 eingestellt wird. Ein Haus, das sich als KfW-Effizienzhaus 55 bezeichnen darf, muss ganz bestimmten Standard in Sachen Energieeffizienz erfüllen. Diese Standards wurden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) definiert. Sie orientieren sich an den Vorgaben der Energieeinsparverordnung.

Für ein KfW-Effizienzhaus 55 erhalten Bauherren im Moment 15 Prozent von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag – bis zu 18.000 Euro je Wohneinheit. Für ein Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse erhalten Bauherren 17,5 Prozent von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag – bis zu 26.250 Euro je Wohneinheit.

Für Matthias Heißner, Mitbegründer und Geschäftsführer des Bonitätsprüfers Mietercheck und selbst langjähriger Vermieter, ist die Entscheidung, die Förderung des Standards KFW-55 vollständig eingestellt wird, nicht nachvollziehbar. „Es hätte gereicht, die Förderhöhe zu reduzieren. Die Einstellung der Förderung kommt faktisch einem Neubaustopp für bezahlbare Mietwohnungen gleich. Denn ein höherer Effizienzstandard kann so nur über höhere Mieten realisiert werden. Und das ist unrealistisch, wenn Mieten bezahlbar bleiben sollen.“

Auf der Expo Real im Oktober, also noch bevor das Ende der Förderung von Neubauten der Effizienzklasse 55 bekannt war, hatte die Wohnungswirtschaft dringend an die Politik appelliert: Klimaneutralität und sozialer Friede sei nur unter deutlich stärkerer staatlicher Förderung zu erreichen, hieß es damals. „Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun einen wichtigen Förderbaustein für den Neubau von Mietwohnungen beseitigt“, meint Matthias Heißner.

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